Rezension: Selection Stories No° 1 – Kiera Cass

by - 02 November

Titel: Selection Stories - The Prince & The Guard | Autor: Kiera Cass | VerlagHarper CollinsSeitenzahl: 240 | Reihe: Band 1




Before America arrived at the palace to compete in the Selection, there was another girl in Prince Maxon’s life. In The Prince, follow Maxon from the week before the Selection begins through the first day of the competition.
Raised as a Six, Aspen Leger never dreamed that he would find himself living in the palace as a member of the royal guard. In The Guard, get an inside look at Aspen’s life within the palace walls—and the truth about a guard’s world that America will never know.


Die Selection Stories wollte schon nach dem Beenden von Die Kronprinzessin lesen, während wir alle sehnsüchtig auf den Abschluss der Reihe warten mussten. Bisher konnte ich mich nicht für eine Edition entscheiden, und so blieben die Bücher auf meiner Wunschliste. Bis Sandra den Vorschlag machte, den ersten Zusatzband während der Frankfurter Buchmesse zu lesen, was wir dann auch in die Tat umgesetzt haben. Zum Glück hat sie das Buch zwei mal, sodass ich mit der englischen Ausgabe, Sandra und Jule mit der deutschen, wieder in die Welt von Illéa eintauchten.


»Knowledge isn't love.« P 17

In The Prince & The Guard durchlebt man die 'Auswahl' aus Sicht der zwei jungen Männer: Maxon und Aspen. Von Ersterem ist auch das Zitat, und ich könnte mir wieder einmal unzählige Textstellen von ihm einrahmen. Er macht seinem Posten als sympathischer Lieblings-Charakter der ersten drei Bände auch hier alle Ehre, und die ganze Magie der Bücher wird durch ihn wieder greifbar. Durch seine Augen erfährt man außerdem noch mehr von "Hinter den Kulissen" des Castings und begreift erst so richtig, wie fordernd sein Leben als Prinz eigentlich ist und was die Auswahl für ihn bedeutet. Dabei, und während der Szenen mit seinem Vater, haben wir alle drei festgestellt, dass unsere Abneigung gegen König Clarkson noch gewachsen ist. Zu viel will ich hier gar nicht verraten, aber ein wütendes Knurren in seine Richtung währe hier schon angepasst. Leider war der Teil zu The Prince viel zu schnell vorbei, und auch darüber waren wir uns einig.

Dafür hat sich The Guard, der zweite Teil aus der Sicht von Aspen, teilweise gezogen. Doch allzu schlecht möchte ich nicht über ihn reden, denn auch hier versteht man die Gefühlswelt des möglichen Kandidaten für America noch besser. Besonders interessant war außerdem die Palastwache näher kennen zu lernen, denn in diesen Bereich bekommt man in der Trilogie so gut wie gar keinen Einblick. Am spannendsten war das natürlich während der Angriffe, die man dieses Mal wie hautnah miterlebt hat. Über Aspen's Gedanken und Gefühle für seine große Liebe haben wir wohl am meisten gesprochen, einfach weil es so ein schwieriges Thema ist. Auf seine Weise hat er zu America gepasst, und weil er am Ende wirklich einfach nur in sie verliebt war, konnte ich auch problematischere Aussagen oder Handlungen wenigstens Teilweise nachvollziehen. Man bekommt also wirklich gute Denkanstöße, die bisherige Meinungen sogar nach dem Lesen der Hauptbücher verstärken oder entkräften können.

In beiden Teilen gibt es viele Zeitsprünge, da nur gewisse Ausschnitte aus besonders wichtigen Momenten gezeigt werden, was manchmal etwas verwirrend sein kann. Deshalb sollte man unbedingt die ersten zwei Selection-Bände kennen, in deren Zeitspanne wir uns hier bewegen (und auch möglichst viele Details in Erinnerung haben, denn wir mussten uns manchmal gegenseitig auf die Sprünge helfen, um den Zusammenhang herzustellen).

Am Ende des Buches findet man außerdem interessante Extras, wie ein schönes Interview mit Kiera Cass zur Entstehung der Bücher, Stammbäume oder Playlisten der Autorin mit ausgewählten Songs und Zitaten aus ihren Büchern. Übrigens haben wir festgestellt, dass es in der englischen Ausgabe ein paar Zusatzinfos mehr gibt als in den deutschen Varianten. Also falls ihr euch nicht zwischen den beiden Sprachen entscheiden könnt, würde ich das Original empfehlen! Da bekommt man nämlich noch einmal ein ganz anderes Gefühl für die Geschichte. Außerdem lässt sich der Schreibstil sehr leicht lesen, und das Englisch ist nicht schwer zu verstehen.

Hier findet ihr die Rezensionen der anderen beiden:
Jule


Es war richtig schön, gemeinsam mit Sandra und Jule wieder in die Welt von America und Maxon einzutauchen. Die verschiedenen Standpunkte bieten einen noch tieferen Einblick in die Geschichte und zeigen den Detailreichtum von Kiera Cass. Leider waren die beiden Teile nicht ausgeglichen und ich hätte mir wesentlich mehr Maxon gewünscht, aber das ist natürlich Geschmackssache. Ich kann das Buch für Selection-Fans und alle, die für eine kurze Zeit wieder in den Palast zurück wollen, nur empfehlen.

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