Rezension: Der Triumph der Zwerge – Markus Heitz - BlackTeaBooks

Rezension: Der Triumph der Zwerge – Markus Heitz

25 November

Titel:  Der Triumph der Zwerge | Autor:  Markus Heitz | Verlag: Piper | Seitenzahl: 651 | ReiheDie Zwerge (Band Eins), Der Krieg der Zwerge (Band Zwei)Die Rache der Zwerge (Band Drei)Das Schicksal der Zwerge (Band Vier)




Der Krieg um das Geborgene Land scheint vorüber. Frieden kehrt ein und die Völker festigen ihre Freundschaft, um geeint jeder Gefahr zu trotzen. Doch die Elben schmieden in ihren alten Reichen einen bedrohlichen Bund. Und im Grauen Gebirge wird ein Menschenkind aus dem Jenseitigen Land gefunden, das die Sprache der Albae spricht. Auf wundersame Weise gewinnt das Mädchen die Gunst vieler Bewohner des Geborgenen Landes, während die Zwerge dem Neuankömmling misstrauisch gegenüberstehen. Als ein übermächtiger Feind im Gebirge gesichtet wird, stellt sich heraus, dass das Mädchen ein Geheimnis hat, das die Zukunft des Volkes der Zwerge verändern wird. Wird eine letzte Schlacht geschlagen werden müssen? Und handelt es sich bei dem zurückgekehrten Tungdil tatsächlich um den legendären Helden der Axtschwinger?
Quelle: Verlag


Mit dem fünften Buch bin ich nun beim eigentlichen Grund für meinen Re-Read der Zwerge angekommen. Durch Zeitmangel und die Unzufriedenheit mit Band Vier habe ich es nicht wie bei den Re-Reads innerhalb einer Woche fertig gelesen, was aber völlig in Ordnung ist. Schließlich war das Buch Neuland für mich und wollte dementsprechend gewürdigt werden! Also, wie fällt mein Urteil zum Triumph der Zwerge aus?


Wieder war der Anfang schwierig; das Buch schien einfach so weiterzumachen, wie der Vorgänger geendet hatte. Nach einer kurzen Friedenszeit im Geborgenen Land fühlt man sich wie in die Geschichte geworfen, Ingrimmsch bleibt unser Ansprechpartner und über Tungdils wahren Verbleib weiß man nach wie vor nicht mehr als am Ende von Band Drei, was mich wie schon gesagt besonders frustriert. Die Ereignisse kommen auch nur langsam ins Rollen und es fiel mir nicht immer leicht, mich da durchzukämpfen.

Am interessantesten war das erneute Auftreten der Elben und ihre Darstellung. Diese macht einen der besonderen Aspekt der gesamten Reihe aus, denn endlich werden die 'Spitzohren' nicht mehr idealisiert sondern auf realistische Weise präsentiert, die zeigt dass auch die eleganten Wesen durchaus problematisch sein können. Meinen sie es wirklich gut mit den anderen Völkern oder führen sie etwas anderes im Schilde?

Dahingehend war die Sicht von Ingrimmsch genau die richtige. Seine Gedanken wirkten vertraut und erfrischend zugleich und bewiesen wieder, dass man sich auf ihn einfach verlassen kann. Egal ob beeindruckende Kampfszenen, undurchsichtige Versammlungen oder emotionale Momente; dieser Zwerg ist einer meiner liebsten Charaktere. Als er dann auch noch die lang ersehnte Nachricht auf Seite 63 erhält, war das wie die Sonne nach endlos langem Regen zu sehen. Weil der Inhalt dieser Botschaft entscheidend für den Großteil der Handlung ist, folgt ab jetzt Spoilergefahr. sofern ihr nicht wissen wollt was dahinter steckt!

Ein Reich, in dem Bücher keine Rolle spielen, ist ein verlorenes Reich. S 220

Dieser Satz kann nur von unserem Gelehrten kommen - und tatsächlich, Tungdil Goldhand ist endlich wieder zurück! Meine Freude und Erleichterung waren riesig, schließlich musste man lange genug auf diesen Moment warten. Mit meiner Überlegung dass wir im vierten Teil nie 'Tungdils' Sichtweise erlebten weil es sich doch um ein anderes Wesen handelte lag ich sogar richtig; und deswegen konnte ich mir umgekehrt auch sicher sein dass dies unser Helden war. Es gab zum Glück wieder Kapitel aus seiner Perspektive; und auch sein Denken, sein gesamtes Auftreten und Zitate wie dieses überzeugten mich vollständig.

Mit Tungdil wurde alles spannender, und auch die Vorgänge im Geborgenen Land spitzen sich zu. Durch die verschiedenen Perspektiven bekam man die verschiedensten Ereignisse mit, wusste aber gleichzeitig nicht mehr, wem man außer den Zwergen zu trauen konnte. Selbst bei ihnen besteht nach wie vor der Verdacht auf schwarze Schafe! So wurde das Buch zu einer einzigen Achterbahn und es fühlte sich ein wenig wie in den 'alten Zeiten' der ersten zwei Bänden an.

Was ich an dieser Reihe ebenso schätze ist diese Spannung und Unvorhersehbarkeit; wenn verschiedenste Szenarien möglich sind und es immer wieder Überraschungen gibt. Außer ein paar kleinen Fehlern, Unklarheiten und der üblichen Kritik, dass ein paar Konflikte zu einfach gelöst wurden, war ich mit dem größten Teil des Buches also sehr zufrieden.

Beim Lesen wurde ich außerdem doch hin und wieder emotional, und im Hinblick auf einen Abschied mit den Zwergen wollte ich das Buch gar nicht beenden. Allerdings fühlten sich die letzten Seiten nicht wie ein Abschied an, und in der Danksagung bestätigte sich dieser Eindruck: Die Zwerge sind noch nicht Geschichte! Trotz aller Schwierigkeiten werde ich den kleinen Helden immer treu bleiben und hoffe, dass ich bald wieder die volle Punktzahl vergeben kann - und, dass die Pause nicht wieder sieben Jahre dauert. ;)


Der Triumph der Zwerge hat mich trotz anfänglichen Schwierigkeiten mit einem positiven Eindruck zurückgelassen. Hier ist die Mischung aus Nostalgie und neuen Entwicklungen sehr gut gelungen, der größte Held des Geborgenen Landes ist endlich zurück und damit lässt sich alles gleich viel besser genießen. Zusammen mit einer fesselnden, unvorhersehbaren Handlung und komplexen Charakteren fügt sich Band Fünf perfekt in diese besondere Reihe ein und macht endlich wieder Lust auf mehr!



an Piper für dieses zwergische Rezensionsexemplar!

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