Rezension: Sommer in New York – Carolyn Mackler - BlackTeaBooks

Rezension: Sommer in New York – Carolyn Mackler

31 August


Titel: Sommer in New York
Autor: Carolyn Mackler
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 208
Originaltitel: Love and Other Four-Letter Words

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Klappentext:
Broadway, Times Square, Central Park – wer würde nicht gern in New York wohnen? Sammie allerdings könnte gut darauf verzichten. Doch als ihre Eltern eine Trennung auf Zeit beschließen, muss sie mit ihrer Mom in die Großstadt ziehen. Immerhin darf ihr geliebter Labrador Penny mit. New York ist echt das Letzte, findet Sammie. Doch dann trifft sie die schräge Phoebe. Und der stille Eli ist vielleicht doch gar nicht so ein Spinner, wie Sammie zuerst dachte. Irgendwie hat dieser Sommer in New York auch seine guten Seiten.

Das Buch und ich:
Auf Sandra's Empfehlung hin durfte Sommer in New York nach Entdeckung einer tollen Rabatt-Aktion bei mir einziehen und, logisch, erst im Sommer vom SuB erlöst werden. Nach Jane & Miss Tennyson stand mir der Sinn nach einer weiteren inspirierenden, sonnigen Geschichte, doch dessen Fußstapfen konnte dieses Buch leider nicht füllen.

Meine Meinung:
Wenn die Autorin eins geschafft hat, dann ist es die Darstellung der komplizierten Teenager-Zeit, in der alles auf einmal problematisch wird und man, wie Sammie, mit mehr zu kämpfen hat als man glaubt bewältigen zu können. Erst trennen sich die Eltern, dann der Umzug von der gewohnten Klein- in die vermeintlich furchtbare Großstadt, dann ist die beste Freundin nicht mehr das was man von ihr dachte, und dazu kommen Schwärmereien, Stress mit Mum und die ersten echten Gefühle. Für mich war das wie eine kleine Zeitreise, bei der ich schon manchmal schmunzeln musste.

Trotzdem hat mich etwas gestört, denn bei so vielen Themen auf so wenig Seiten ist es schwer, nicht oberflächlich zu werden. Sammie ist in jeder Hinsicht ein ganz normaler Teenager, aber manchmal war sie mir als Protagonistin einfach zu anstrengend. Wenn ich ehrlich bin hätte ich lieber mehr über die New Yorkerin Phoebe erfahren, deren Persönlichkeit ein wenig ansprechender war. Trotzdem hat sich Sammie durch ihre Entwicklung gebessert und Stärke bewiesen, als ihre Mutter es nicht konnte; deswegen möchte ich nicht zu hart zu ihr sein.

Was mich am sonst lockeren Schreibstil gestört hat, waren die ständigen Aufzählungen von Ereignissen, Rückblicken oder Gedanken. Obwohl ich Listen eigentlich mag und sie ein witziges Hilfsmittel im Text sein können, wurden sie mir hier irgendwann zu viel. Manche Erlebnisse wurden von Sammie sogar komplett in solchen Stichpunkten zusammengefasst, was ein wenig wirkte als hätte die Autorin sie nicht ausformulieren wollen. Gut gefallen hat mir aber das Cover, denn zusätzlich zur sommerlichen Atmosphäre hat es auch noch einen Bezug zur Geschichte den man später begreift, was ich immer schön finde.

Da die Geschichte für mich hauptsächlich durch die schönen Erkentnisse über Freundschaft und Erwachsen Werden gelebt hat, wirkte der romantische Teil flach wenn nicht sogar unnötig. Dazu kam noch ein recht abruptes Ende, das einen aus der gerade wirklich spannend gewordenen Geschichte reißt und mich mit einem eher mäßigen Eindruck zurückließ - was Schade war, denn kurz davor hat es bei Sammie endlich Klick gemacht, so dass ich an dem Punkt gern weiter gelesen hätte.


Fazit:
Sommer in New York hat mich gut unterhalten und zum Ende hin auch etwas Spannung aufgebaut, aber von Begeisterung oder Emotionalität kann ich nicht wirklich sprechen. Eine generelle Leseempfehlung bekommt des daher nicht, aber wer mit ähnlichen Problemen wie Sammie zu kämpfen hat, wird dieses Buch bestimmt sehr mögen. Ich vergebe...

3 / 5 Black Tea Cups 

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