Rezension: Sense and Sensibility – Jane Austen - BlackTeaBooks

Rezension: Sense and Sensibility – Jane Austen

27 August


Titel: Sense and Sensibility
Autor: Jane Austen
Verlag: Penguin UK
Seitenzahl: 373


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Klappentext:
Marianne Dashwood wears her heart on her sleeve, and when she falls in love with the dashing but unsuitable John Willoughby she ignores her sister Elinor's warning that her impulsive behaviour leaves her open to gossip and innuendo. Meanwhile Elinor, always sensitive to social convention, is struggling to conceal her own romantic disappointment, even from those closest to her. Through their parallel experience of love—and its threatened loss—the sisters learn that sense must mix with sensibility if they are to find personal happiness in a society where status and money govern the rules of love.

Das Buch und ich:
... hatten einen äußerst schwierigen Start. Wenn man etwas lesen muss, läuft das ja oft genug schief, und so war es auch hier. Im ersten Semester bekommt man als Anglistik Student nämlich eine ellenlange Leseliste, die wahrscheinlich die wenigsten komplett abhaken. Bei Sense and Sensibility habe ich nach zwanzig oder dreißig Seiten aufgegeben, denn ich kam weder mit dem Schreibstil, noch dem recht trockenen Anfang klar und meine Gedanken wanderten weit weg von Elinor und Marianne. Doch drei Jahre später hat mir Jane & Miss Tennyson (Rezi hier) die Tür ins Austen-Universum geöffnet.

Meine Meinung:
Was ich damals nicht verstanden hatte und dadurch als trocken empfand, war jetzt plötzlich klar und spannend. Warum weiß ich auch nicht genau - Buchmagie ? - aber ich wollte mich nicht beschweren, schließlich wartete eine Geschichte auf mich!

Sense and Sensibility bedeutet Verstand und Gefühl, und es ist kein Zufall dass Jane Austen das Buch ursprünglich Elinor and Marianne genannt hat. Die zwei Schwestern verkörpern nämlich die beiden Begriffe: Elinor ist die rationalere, die weiß ihre Gefühle unter Kontrolle zu bringen. Die jüngere Marianne bildet dafür komplette Gegenteil; sie lässt ihr Leben von Gefühlen bestimmen und ihrer Meinung nach sollte man sich jeder Empfindung auch mit jeder Faser hingeben.

Im Verlauf des Buches werden die romantischen Interessen der Schwestern beschrieben, und wer sich für das 18. Jahrhundert interessiert oder beispielsweise Downton Abbey mag, wird auch an den verschiedenen Verwandschaftsbeziehungen und Gesellschaften Freude finden. Trotzdem sind diese Punkte nicht das, was Sense and Sensibility für mich so aktuell erscheinen lässt.

Jane Austen wird immer noch gelesen und geliebt, weil sie es schafft, zeitlose Themen in Worte zu fassen. Es geht um Vertrauen in der Liebe und alle Schwierigkeiten die damit kommen; um Hoffnungen und Enttäuschungen. Wir lesen davon wie man mit Menschen umgeht, die so überzeugt von sich sind dass man ihnen auch mit den besten Argumenten nicht die Augen öffnen kann, und auch an Männern und deren selbstgegebenen Überlegenheit wird gerüttelt. Jane Austen schafft das mit so einem subtilen Sarkasmus, Intelligenz und Feingefühl, dass ich sie nur bewundern kann.


Fazit:
Auf Sense and Sensibility muss man sich erst einlassen, doch wenn man einmal in der anderen Zeit und Sprache angekommen ist, macht diese Geschichte einfach nur Spaß. Sie ist intelligent, spannend, voll komplexer Charaktere und hält sogar den ein oder anderen Plot Twist bereit. Falls ihr mit dem Gedanken spielt ein Jane Austen Buch zu lesen, kann ich euch nur dazu ermutigen. 

5 / 5 Black Tea Cups 

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