Rezension: Time Catcher – Richard Ungar

by - 26 Februar




Titel: Time Catcher
Autor
: Richard Ungar
Verlagcbj
Seitenzahl: 464




Klappentext:
Durch die Zeit zu reisen, um unbezahlbare Objekte aus der Vergangenheit zu klauen, ist das Größte – solange nicht ein anderer Time Catcher versucht, einem die Beute abzujagen sowie die beste Freundin auszuspannen und der eigene Boss plant, Kinder zu kidnappen, um sein florierendes Diebesunternehmen auszubauen. Mehr als ein Grund für Caleb über Flucht nachzudenken. Bloß ist kein Ort der Welt – in Vergangenheit und Zukunft – sicher vor den Schergen des Boss’. Und Abtrünnigen droht die härteste Strafe von allen. Wird Caleb alles riskieren, um in der Zukunft zu landen, die er sich erträumt?

Zum Buch:
Im Bücherzirkus ist mir das Cover sofort ins Auge gefallen und ich bin unzählige Male an diesem Buch vorbeigelaufen, bis ich es dann doch mitgenommen habe. Vom Klappentext habe ich mir ziemlich viel erhofft und dachte, dass es ähnlich wie Lockwood & Co. werden würde. Leider kommen die Time Catcher aber bei weitem nicht an meine Geisterjäger ran.

Meine Meinung:
Zuerst das Positive: die Geschichte liest sich leicht, flüssig und kontinuierlich. Obwohl mich manches nicht überzeugen konnte wollte ich trotzdem wissen, was mit Caleb und den anderen Time Catchern passiert. Die verschiedenen Landschaften, Epochen und Ereignisse sind lebendig und bildhaft beschrieben, so dass man schön darin abtauchen kann, und auch das Prinzip der Zeitreisen und die Konstellation der Menschen um Caleb war vielversprechend.

Das Buch hat unglaublich viel Potential, und anfangs war mein Gedanke noch, dass ich einfach ein paar Seiten mehr brauche um hinein zu finden. Doch die Charaktere waren für mich nicht so greifbar wie ich es mir gewünscht hätte, die Dialoge nicht so intelligent wie sie hätten sein können, und vom versprochenen Sarkasmus war auch keine Spur.

Es gab einige löchrige Handlungsstränge und Ideen die unlogisch bzw. unrealistisch waren. Die gesamte Welt ist zwar gut in die Zukunft (2061) eingebettet worden, aber trotzdem gab es merkwürdige oder unzureichend beschriebene Elemente. Ein großer Teil der Handlung, der nie endende Streit zwischen Caleb und Mario, wirkte langgezogen und etwas albern. Auch die Raubzüge der Time Catcher hätten ausführlicher, spannender oder spektakulärer sein können, und das Ende war alles andere als aufbauend.

Obwohl ich davon überzeugt bin, dass auch jüngeres Publikum rundum sehr gute Bücher zu schätzen weiß, würde diese Geschichte bei ihnen vielleicht besser ankommen. Cbj empfiehlt sie ab 11 Jahren, und dem stimme ich zu. Für mich war es im Allgemeinen einfach nicht genug ausgebaut, aber die guten Konzepte sind immerhin vorhanden.

Fazit:
Die Time Catcher konnte meine Erwartungen mit dieser recht flachen Ausarbeitung leider nicht erfüllen. Trotzdem hat es nette Lesestunden und gute Ablenkung geliefert; es lässt auf einen besseren Band zwei hoffen. Für jüngeres Publikum und Leser mit weniger Erwartungen bietet dieses Buch gute Unterhaltung.

3 / 5 Black Tea Cups 

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