Rezension: Ein Fall für die Weihnachtsdetektive – Wolfram Hänel

by - 27 Dezember



TitelEin Fall für die Weihnachtsdetektive - Ein Weihnachtskrimi in 24 Kapiteln
Autor
: Wolfram Hänel
Verlag: cbj
Seitenzahl: 192




Klappentext:
»Hund vermisst«, lesen Philipp und seine Brüder am 1. Dezember auf der Pinnwand im Supermarkt. Das ist doch genau das, worauf sie gewartet haben: Endlich haben sie wieder einen Fall! Und was für einen! Denn als sie den vermissten Liebling finden, reagieren die Besitzer wenig begeistert. Und damit beginnt die Sache erst so richtig spannend zu werden …

Zum Buch:
Bisher habe ich noch nie ein Adventsbuch gelesen; da klang das Konzept von geschlossenen Seiten, die erst am richtigen Datum geöffnet werden dürfen, ziemlich interessant. Außerdem schien es eine gute Gelegenheit zu sein, jeden Tag ein Kapitel mit meinem kleinen Bruder zu lesen, also haben wir uns am 1. Dezember einfach mal ins Detektivabenteuer gestürzt.

Meine Meinung:
Drei Brüder, ein Hund und kein Fall. So beginnt die Geschichte um Philipp, Moritz und Jasper. Die drei sind Hobbydetektive und suchen nach einem Verbrechen, das sie aufklären können. Stück für Stück kommt es auch zu ihnen, doch manche Spuren scheinen unwichtig, manche verlaufen im Sand Schnee, und manche führen zu vermisst gemeldeten, aber nicht vermissten Hunden. Ein Autodiebstahl, Konkurrenzdetektive und etwas chaotische Familien machen den Weihnachtswirbel perfekt.

Die ersten Lesetage liefen bei uns ganz gut und die verschiedenen Ereignisse schienen vielversprechend, doch der Spaß ließ leider recht schnell nach. Meinem kleinen Bruder verging die Lust am zuhören, da der Schreibstil nicht wirklich grundschulgerecht war und für ihn einfach keine Spannung aufkam. Das lag auch daran, dass besonders die Kapitel im Mittelteil recht flach sind. Während sich der Fall der Jungen weiter ausbreitet, werden zu viele Beschreibungen als Lückenfüller benutzt und die eigentlichen spannenden Entwicklungen tauchen erst in den Sätzen am Kapitelende auf. Dadurch wollte ich zwar trotzdem noch wissen was passiert, aber wirklich gefesselt hat mich das Buch nicht und ich habe auch einige Kapitel erst an späteren Tagen gelesen.

Am Ende wurde es zur Aufklärung des Falls und der Verbindung der Spuren spannender; wirkliche Überraschungen oder aufregende Wendungen blieben aber aus. Der Abschluss entsprach also dem Gefühl des gesamten Buches: Geschichte in Ordnung, winterliche Atmosphäre und im Allgemeinen ein durchschnittlicher Eindruck. Das Öffnen der perforierten Seiten war dafür trotzdem immer wieder ein kleines Highlight.

Fazit:
Nette Idee, weniger gute Umsetzung. Mit mehr Spannung und Herz wäre es ein tolles Leseerlebnis gewesen. So konnte mich das Buch leider nicht begeistern. Da die Geschichte und die Jungs aber tapfer meine Aufmerksamkeit aufrecht erhalten haben, gibt es gerade so

3/ 5 Black Tea Cups 

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