Rezension: Rock War - Unter Strom (Band 1) – Robert Muchamore

by - 22 September



Titel: Rock War - Unter Strom
Autor
: Robert Muchamore
VerlagRandom House - cbt
Seitenzahl: 384






Klappentext:
Jay spielt Gitarre und schreibt Songs – doch seine Großfamilie und ein miserabler Drummer verhindern seinen größten Traum: Rockstar zu werden. Summer hat für kaum etwas anderes Zeit, als ihre schwer kranke Großmutter zu pflegen. Doch Summers Stimme ist dazu gemacht, Millionen zu begeistern – wenn ihr Lampenfieber es zulässt. Dylan liebt nichts mehr als das Nichtstun. Erst als der Rugby-Coach seiner Schule droht, ihn auf dem Rasen zu atomisieren, tritt Dylan widerstrebend einer Band bei – und entdeckt sein Talent. Alle drei stehen kurz vor dem größten Wettkampf ihres Lebens. Und sie spielen um alles.

Zum Buch:
Das Buch gab es letztes Jahr als Leseexemplar bei der Leipziger Buchmesse und musste seitdem auf dem SuB schmoren. Die Geschichte hat mich einfach kaum interessiert, und ich muss zugeben, das Cover war auch nicht gerade einladend. Jetzt wollte ich dem armen Rock War aber seine Chance geben, und es hat sie ziemlich gut genutzt.

Meine Meinung:
Mein Ziel war es, das Buch an einem Tag zu lesen, was auch super funktioniert hat. Die Handlung war überraschend vielfältig, da man drei Protagonisten verschiedener Herkunft kennen lernt und es so nie langweilig wurde. Alle drei finden unterschiedliche Wege in ihre jeweilige Rockband, doch man erfährt außerdem noch viel über ihre Umgebungen und familiären Hintergründe. Verschiedener könnten sie auch nicht sein - Jay mitten in London, Dylan im schottischen Privatinternat und Summer in einer Sozialwohnung in der Kleinstadt Dudley (ich bin fest davon überzeugt, dass diese Orte eine kleine Hommage an Harry Potter bilden). Doch egal wo sie wohnen, wie groß und problematisch ihre Familien sind oder wie viel Geld sie haben, die Musik verbindet sie - eine wirklich schöne Message. Das gilt auch für uns Leser, denn selbst wenn man kein Rock-Fan ist, kann man diese Geschichte gefahrlos genießen.

Es war sehr interessant die Entstehung der drei Bands zu erleben, und ich könnte mich nicht für eine von ihnen entscheiden. Sie wachsen einem auf jeden Fall ans Herz und man wünscht ihnen allen den 'großen Durchbruch'. Der ist allerdings noch in weiter Ferne, denn der "größte Wettkampf ihres Lebens" wird erst am Ende des Buches vorgestellt und beginnt dann im nächsten Teil. Das war etwas überraschend, denn zwei der drei Bands arbeiten auf einen Wettbewerb am Ende des Buches hin, der aber eigentlich nur das Sprungbrett für den großen "Rock War" ist. Ich fühle mich ein klein wenig hintergangen, der Effekt hat aber funktioniert: jetzt würde ich schon gerne wissen, wie es weitergeht.

Fazit:
Da meine Erwartungen relativ niedrig waren, hat mich dieses Buch positiv überrascht. Der Schreibstil ist einfach aber angenehm, die Charaktere überraschend authentisch und vielfältig, und die Geschichte interessant gestaltet. Ein gut gelungener Auftakt für eine neue Jugendserie, und dafür gibt es 


4 / 5 Black Tea Cups 

Vielen Dank an Random House für dieses Leseexemplar!

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